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Koboldtanz

Elfenhain CD Cover
  1. Nachtlied 2:56
  2. Totus Floreo 4:28
  3. In der Taverne! 3:30
  4. Irrlichter 4:34
  5. Geigentanz 2:00
  6. Koboldtanz 3:03
  7. Lied der Gefangenen 3:47
  8. Lautenspieler 4:24
  9. Hanta Dro 2:58
  10. Das letzte Eichohrkatz 5:01
  11. Kerry Slide 5:01
  12. Auf Wanderschaft 3:25

Spielzeit: 44:08 Min
Erscheinungsdatum: 14.06.2002
Produziert von Emmuty Records / Musik und Tanz GbR
Ausführender Produzent: Roland Kempen
Aufgenommen in den Hansa-Haus Studios Bonn-Beuel

Rezensionen der Elfenhain CD in der Pax et Gaudium


1) Nachtlied

Instrumental

Musik: Brigitta Karin


2) Totus Floreo

Tempus est iocundum,
o virgines,
modo congaudete
vos iuvenes.

Ref.:

Oh, Oh, Oh,
totus floreo,
iam amore virginali
totus ardeo,
novus, novus,
novus amor
est, quo pereo.

Mea me confortat
promissio,
mea me deportat
negatio.

Ref.

Tempore brumali
vir patiens,
animo vernali
lasciviens.

Ref.

Mea mecum ludit
virginitas,
mea me detrudit
simplicitas.

Ref.

Veni, domicella,
cum gaudio,
veni, veni, pulchra,
iam pereo.

Ref.

Übersetzung

...

Text: Camina Burana
Musik: Camina Burana
Strophen: Brigitta Karin, Edwin Meißner
Arr.: Brigitta Karin, Edwin Meißner

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3) In die Taverne!

Neulich war’n wir am Straßenrand
da kam’n zwei Bauern angerannt.
Beide war’n halbtot
und ihre Nasen feuerrot.
Warum renn’n die denn bloss so schnell?
Sind die etwa kriminell?
Als wir sie dann fragten
sie uns alle beide sagten:

Ref.:

Wir geh’n in die Taverne,
da sin ma ja so gerne.
Alleman ans Fass
denn zusammen macht das Spass.
Zwischen all den holden Maiden
die sich auch noch knapp bekleiden,
Gesang und Alkohol
Ja, da fühlen wir uns wohl.

Hey ihr Leut vom Feld
habt ihr noch ne Stange Geld.
Wir woll’n uns doch nicht schlagen
denn wir könnten mehr vertragen.
Wir saufen auf Kredit
bei euch immer mit:
Von der Titte zur Mitte zum Sack
Zackzack - Auf uns! Faules Pack!

Ref.

Dann kamen wir zum Pfaff
und der war völlig baff,
denn etwa 15 standen hier
um Mitternacht vor seiner Tür.
Hey Kumpel, sei mal nit so schlaff
und hol den Rest her aus dem Kaff!
Man hörte kaum der Glocke Klang,
als der ganze Dorfplatz sang:

Ref.

Hier drin da geht’s voll ab
alle saufen bis ins Grab
Nur der Burghard und der Gunther,
die hol’n sich einen runtlichen Teller Bohnensuppe.
Alle sind sich einig dann
das es nix schönres geben kann.
Das hier ist der schönste Ort,
hier gehen ma nimmer fort.

Ref. mit „Denn wir sind..."

Und die Moral von der Geschicht
die gibt es diesmal leider nicht,
denn als er diesen Quatsch erfand,
war er wohl blass, blau und blank.

Text: Edwin Meißner
Musik: Edwin Meißner
Arr.: Roland Kempen

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4) Irrlichter

Erschöpft vom Tag trat ich in die Taverne
Der Himmel war schwarz, doch voll leuchtender
Sterne
So saß ich und trank und wollte vergessen
Und habe dort Stunde um Stunde gesessen
Doch drehen Gedanken sich schwindelnd im Kreis
Dem zu entfliehen man nicht immer weiß
Als leiser Gesang stark mein Herz berührte
Und mich in die Klauen der Nacht entführte

Instr.:

Vor meinen Augen tanzten fröhliche Lichter
Ich wollt sie berühren, folgte, doch...dichter
Wurde der Wald und nie war ich nah
An den seltsamen Wesen, die ich hörte und sah
Mal sangen sie traurig, mal schelmisch, mal
heiter,
Verzaubert vom Klang lief ich weiter und weiter
Verlor meinen Weg, verlor meinen Sinn
Als ich schließlich zum Waldsee gekommen bin

Ref.:

Irrlichter tanzen im Dunkel der Nacht
Locken dich, folg ihnen unbedacht
Führen dich heimlich tief in den Wald
Verlierst du den Weg zieht der Wind eisig kalt
Doch zwischen den Bäumen
vertreibt bis zum Morgen
Ihr leiser Gesang deine quälenden Sorgen

Der Waldsee lag still, geheimnisvoll tief
Als ich ahnungslos in seine Wasser lief
Doch plötzlich blieben die Lichter stehen
Und waren verschwunden, bevor ich gesehen
Wohin ihre Tänze nun wohl führten
Während meine Füße den Grund nicht mehr spürten
Ich suchte nach Boden und zitternd fand
Mein Körper viel später das rettende Land

Ref.

Vom Schlafe gepackt hört´ ich leises Singen
Dennoch ließ der Schlaf sich nicht bezwingen
Bis der Morgen früh graute über den Bäumen
Und mich das Licht riss aus meinen Träumen
Ich suchte den Weg, den verloren ich dachte
Als ich schließlich eine Entdeckung machte
Der Heimweg lag deutlich und sichtbar genau
Entlang des schelmischen Glitzerns im Morgentau

Ref.

Text: Anna Karin
Musik: Brigitta Karin

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5) Geigentanz

Zaghaft wilde Melodey
Die Geige kreischt, die Flöte weint
und irgendwo
brichst du entzwei

Dreh dich, dreh dich, immer tiefer
immer tiefer, komm zu mir
Wander, wander mit dem Kobold
Tausend Schätze schenk ich dir

Gnadenloser Freudentanz
Hohl singt der Wind, kalt riecht der Stein
Die Höhlenluft
Verschlingt dich ganz

Dreh dich, dreh dich, immer tiefer
immer tiefer, komm zu mir
Wander, wander mit dem Kobold
Tausend Schätze schenk ich dir

Niemals müder Wanderschritt
Die Wurzel saugt, das Leben flieht
Und irgendwas
Liegt weit zurück

Dreh dich, dreh dich, immer tiefer
immer tiefer, komm zu mir
Wander, wander mit dem Kobold
Tausend Schätze schenk ich dir

Text: Brigitta Karin
Musik: Brigitta Karin

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6) Koboldtanz

Instrumental

Musik: Edwin Meissner


7) Lied der Gefangenen

Intro

Als die Großmutter die Liese behext,
da wollten die Leut´sie verbrennen
Schon hatte der Amtmann die Tinte verkleckst
Doch sie wollte nicht bekennen

Ref.:

Rabe komm herbei geflogen
Morgen werd ich sterben
Mit Hexenspruch und bösem Blick:
Stürz sie ins Verderben
Und als man sie in den Ofen schob
Da schrie sie Mord und Wehe
Und als sich der schwarze Qualm erhob
Flog als Rabe sie in die Höhe

Ref.

Mein schwarzes gefiedertes Großmütterlein
O komm´ mich im Turme besuchen
Komm fliege geschwind durch das Gitter hinein
und bringe mir Käse und Kuchen

Ref.

Mein schwarzes gefiedertes Großmütterlein
Oh möchtest du nur sorgen
dass die Muhme nicht auspickt die Augen mein
Wenn ich lustig hänge morgen.

Ref.

Text: Heinrich Heine
Musik: Brigitta Karin
Refrain: Brigitta Karin, Edwein Meißner
Arr.: Brigitta Karin, Roland Kempen.

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8) Lautenspieler

Vor dem Brunnen stand die Maid
Tief in den Traum versunken
Noch vor allzukurzer Zeit
Wär´ ihr Herz wohl leicht ertrunken
In dem Brunnen seiner Blicke
Strahlend, wie des Mondes Schein
Und mit leichtestem Geschicke
Nannt´ das Herz der Maid er sein

Lautenspieler, sing mein Lied
Verzeih mir, wenn ich weine
Und doch weinen werd ich nit
Falls eines Tages Du verlernst die Melodie
Werd ich sie einsam summen
Denn vergessen werd ich nie

Zur frühsten Stund des Abends schon
Zupfte er leise Sait´ für Sait´
Für den bunten Blumenlohn
Vor dem Fenster seiner Maid
Als die Lieder die Maid riefen
Wartete sie jede Nacht
Als die Eltern endlich schliefen
Hat sie sich dann aufgemacht

Lautenspieler, sing mein Lied
Verzeih mir, wenn ich weine
Und doch weinen werd ich nit
Falls eines Tages Du verlernst die Melodie
Werd ich sie einsam summen
Denn vergessen werd ich nie

Als der Sommer dem Wind des Herbstes wich
Da packte er die Laute
Und ließ seine Maid im Stich
Noch als sie dem Lied vertraute
Doch dem Spielmann traue nicht
Denn ist des Liedes Klang vorbei
Ist er mit deinem Herz entwischt
Und dir bleibt nur die Melodey

Text: Anna Karin
Musik: Anna Karin

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9) Hanta Dro

Traditionell


10) Das letzte Eichohrkatz

Das Eichohrkätzchen gar lieblich zu schauen
Verzagt saß einst auf einem Baum
Es fraß ein Nüßchen und dachte sich
Als nächstes ess‘ eine Ecker ich

Der Magier mit schladerbraunem Hut
Nicht fliegend heut‘ zu Fuß noch gut
Durchwanderte den Grimpelwald
Und traf dort auf das Katz‘ schon bald

Verstört von diesem Anblick fein
Verpatzt er seinen Zauberreim
Geblitzt und auch gedonnert hat‘s
Erst fiel die Nuß dann ’s Eichohrkatz‘

Nimm den Schädel, halt den Schädel
Dreh den Schädel dreimal im Kreis
Klopf auf den Schädel, wirf hoch den Schädel
Dann schützt er dich wie jeder weiß

Durch Tod und verderben des Eichohrkatz‘
Macht dieses einem Dämonen Platz
Der haust in dem Wald und lehrt schon bald
Einer Hexe Magie so schwarz und kalt

Die findet Skelett und Schädel geschwind
Doch mit Hexen passiert, so weiß jedes Kind
Gar schröcklicher Tod den sie bald fand
Und in Frieden lebte das ganze Land

Des Eichohrkatzen bleiche Knochen
Lagen jenun für Ionde und Wochen
Im Dheromynwald auf freier Flur
Bis ein böser Magier davon erfuhr

Das Skelett wurd‘ aus dem Wald gebracht
Über ’s Land brach alsbald eine dunkle Nacht
Selbst Priester zur Rettung sollten sie sein
Kamen bleich und krank aus dem Dheromynhain

Dies rief ein’ge Helden auf die Plan
Fünf derer fingen zu suchen an
Sie spürten die Aura des heil’gen Gebein
Und jagten den Unhold sie holten ihn ein

Perianna sang Lieder von Frieden und Glück
Lorenlyr wob Zauber von Macht und Geschick
Aleanra nimmt den Bogen den Magier im Blick
Glaudrim wirft die Runen es gibt kein zurück

Barandur stürmt vor Axt hiebt auf Magie
Doch der Pfeil trifft die Brust, in der Unrecht gedieh
Die Welt ward bald schon glücklich und froh
Denn die dunkle Magie starb im Wald von Ginoo

Die Helden blieben zu suchen den Schatz
Zu finden den Schädel des Eichohrkatz‘
Sie suchten und fanden ihn nicht und so
Liegt er wohl noch heute im Wald von Ginoo

Text: Oliver Peters
Musik: Oliver Peters

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11) Kerry Slide

Irisch Traditionell


12) Auf Wanderschaft

Von Kammerzofen großgezogen
Von andern Gassenbuben stets belogen
Nein, das wollte ich nicht
Und so entstand dieses Gedicht

Mein Vater steckte mich in ein Fürstengewand
Darin hab´ ich mich selbst nicht mehr
wiedererkannt
So´n Ding mit Rüschen, pfui, wie damenhaft
Ich geh` auf Wanderschaft

Hei ei a hei ei a a, ich geh auf Wanderschaft!

Ein Bad lässt sich immer gut vertragen
Im Bardenzuber, da darfst du´s wagen
Das Zelt von außen wird streng bewacht
Von 30 Rittern die ganze Nacht

Doch die Stimmung die bleibt heiter
Ein Lied tönt fröhlich weiter
Prost auf das Leben und den Rebensaft!
Wir geh´n auf Wanderschaft

Hei ei a hei ei a a, wir geh’n auf Wanderschaft!

Musik, die ist ein wahres Gold
Die Menschen freu´n sich und der Rubel rollt
Bestes Essen wird verfressen
Bei guten Barden ist das angemessen

Wenn wir den Hunger abladen
Da werden wir alle zu Barbarden
Schnell ist die Sau hinweggerafft
Wir geh´n auf Wanderschaft!

Hei ei a hei ei a a, wir geh’n auf Wanderschaft!

Den König besungen, dabei ihn genarrt
An Narrenfreiheit wird nicht gespart
Die Botschaft wird dann in Reime gepackt
Mit Selbstironie etwas abgeschmackt

Falls dabei mal eine Strophe entgleißt
Und es ab in den Kerker heißt
Das Bündel, das ist schnell gerafft
Wir geh´n auf Wanderschaft

Hei ei a hei ei a a, wir sind auf Wanderschaft!

Text: Edwin Meißner
Musik: Edwin Meißner

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Rezensionen

Pax et gaudium

Nr. 14 vom 02/03/04//2004 auf Seite 118

"Wir haben bewusst darauf verzichtet, die üblichen Mittelalterstücke und Traditionals einzuspielen, um mehr Raum für unsere selbst geschriebenen Stücke zu lassen. So bekommt die CD ihren ganz unverkennbaren Charakter." So weit das Zitat der Gruppe auf ihrer ansprechend gestalteten Website. Freunde der reinen mittelalterlichen Musik, egal welcher Art, können folglich diese Besprechung ab jetzt überfliegen. Sie finden als mittelalterliches Stück "nur" Totus Florio. Alle anderen elf Tracks sind mehr für die fröhliche Unterhaltung am Lagerfeuer, im Wirtshaus und vor allem für die LARPs gedacht. Gehaltvoll gespielte Balladen und heitere Lieder zum Tanzen interpretieren die Irrlichter im Stile der akustisch gespielten Musik vergleichbarer Gruppen, die in Bonn produziert werden. Frisch, schwungvoll und ein Hauch von "Pfadfinderromantik". Die Infos im Booklet sind leider spärlich. Für Internetnutzer jedoch kein Problem, denn die Texte sind auf der Website anzusehen. Die CD mit Spielzeit von 44:08 Minuten ist bei Emmuty Records erschienen. (Ludwig Fischer)