Rückblick: MPS Köln, 6. und 7.08.2011
Rückblick von Jutta T.
Laut Medienberichten folgten 10.000 bis 20.000 normale, verkleidete oder schön gewandete Kölner und Angereiste von Nah und Fern dem Express-Freitagsaufruf: Wohin am Wochenende? Nachdem wir in allen Kölner Tageszeitungen groß angekündigt (und später löblich erwähnt) wurden, fanden sehr viele Besucher auch den Weg zur Irrlichter-Bühne und ließen sich von uns verzaubern oder mitreißen.
Der erste Tag begann mit herzlicher Wiedersehensfreude mit Duivelspack, Streunern, Narrenkai, Bagatelli.... Leider war der Samstag jedoch sehr regenreich - der einzige Sonnenschein war die keine Marie, die die selbstgestrickte traumhaft wunderschöne Decke von Esther, die samt Familie einschl. Hund und Bruder angereist war - gleich einweihen konnte! Aber trotz heftiger Regengüsse: Unser treues Publikum ließ sich nicht unterkriegen und klappte einfach Schirme zu, zog Schuhe und T-Shirts aus und tanzte in den Pfützen nach Woodstock-Manier. Black and Grey war sooo passend und konnte gar nicht oft genug gespielt werden. Anschließend wurde unweit der Bühne ein Feuer entfacht und die Klamotten dort getrocknet. (Wir hatten ja zum Glück ein Dach über dem Kopf.) Doch auch auf der Bühne ging es heiß her: Anna ließ einen jungen Schotten-Zuschauer auf Bühne "(T)rollen", obwohl er einen Kilt anhatte! Dabei wollte sie eigentlich nur probieren, ob er auf sie "hört". Und - oh Schreck - er tat alles, was sie wollte.
Der Sonntag war, wie sollte es anders sein: Ein sonniger Tag! Nun spielten wir auf der kleinen Musikbühne, die laut Techniker als einzige beim nächtlichen Regen "nicht abgesoffen" war. Sie war auch gemütlicher und besonders ich freute mich, sie mit "Das Niveau" zu teilen, weil ich dann nicht immer alles umbauen mußte, vor und nach jedem Set, da das Duo eher mobil auf der Bühne agierte. Diesmal spielten wir jedoch einen akkustischen Kampf gegen die Ritterspiele im Rücken der Bühne. Äh, ich glaub wir haben gewonnen! Ein Kettenhemdträger, der sich wohl verirrt hatte - oder ganz einfach lieber uns sehen wollte, als zu seinesgleichen zu gehen - tanzte so lange bei uns vor der Bühne, bis jeglicher Rost vom Samstag beseitigt war und edler Stahl hervorblinkte. Witzig und feucht-fröhlich: Ela´s Schafherde "mähte" die riesige Wiese um den Fühlinger See, um Ela wieder glücklich zu machen und ging anschließend drin baden, im See. Jedoch suchte sie (Ela) im Publikum nach dem falschen "Rechten Mann", denn er verstand -ob seiner Herkunft- kein einziges Wort und kam sich wohl etwas verar........ vor. Trotzdem war er guter Dinge und bekam obendrein von uns noch ein Goldstück.
Trotz des Wetters ein gelungenes Festival! Mundehüde und rundrum glücklich traten wir die "weite Heimreise" an: Ich als einzige Kölnerin, da Jutta an diesem WE durch Dagmar vertreten wurde: 8 km !!! Zum Glück sind uns dabei Hillers entlaufene Hunde nicht vor´s Auto gelaufen, denn bei dem Regen gepaart mit Dunkelheit, wurde selbst die kürzeste Strecke zum reinen Abenteuer.
Nä, wat wor dat schööön en Colonia!





