Rückblick: MPS Hamburg-Öjendorf, 02. und 03.09.2011
Rückblick von Motte
Strahlend blauer Himmel läutete den September ein und dem Volke zu Hamburg lief der Schweiß in Strömen herab, insbesondere, da das Gelände des größten je dagewesenen MPS wirklich ungeheuerlich groß war. Minuten- ach, stundenlange Wege lagen zwischen den vier Bühnen im Öjendorfer Park, wo acht Bands zu Kurzweil, Vergnügen und Tanze aufspielten. Zwischen Gauklern, Stelzenläufern und Brandwachen verweilte hier und da ein Sonnenbrand und so manch einer fühlte sich in nie dagewesene Sommertage zurückversetzt. Kurzum: Wir hatten Traumwetter und das Volk konnte den Samstag in vollen Zügen genießen. Einzig und allein Ela, die einsame Heideschäferin war traurig, da auch in Hamburg ihre Schafherde das Festivalgelände nicht betreten durfte. Doch ihr konnte geholfen werden: Treusorgende Fans hatten zwei Schäflein in ihren Taschen verborgen und so konnte Ela den Rest des Wochenendes ihre eigenen Wollknäule hüten. Aber auch der Rest des Publikums mähte nicht schlecht. Auch in Hamburg war das Volk den Gesängen über Mann und Weib sehr zugetan und lauschte andächtig dem Rat der fünf letzten Jungfrauen des Rheinlandes. Doch sie mussten feststellen: In der heutigen Zeit geht der Trend eher zur Teilzeitjungfer. Die Recken von Metusa taten sich in jedem Falle so schwer mit der Aussprache des schönen Wörtchens „Jungfernschaftsfeststellungskommitée“, so dass die Irrlichter um dieses noch einmal herumkamen.
Der Sonntag begann grau und regnerisch, aber das Wetter war uns wohlgesonnen und verlief alsbald wieder in geregelten (trockenen) Bahnen. Wahrscheinlich hatte Saor Patrol, die an diesem Tage die „Große Musikbühne“ mit den Irrlichtern teilten, alle Wolken weggepustet. Starke Lagerleute schafften riesige Baumstämme für die Lagerfeuer heran und alsbald rochen Groß und Klein stilecht nach Rauch – oh du wunderschönes Mittelalter! Am Sonntag bewies das Volk Rhythmusgefühl und Durchhaltevermögen und so trennten wir uns am Abend nur schwer von diesem charmanten musikalischem Publikum. Doch heute ist nicht alle Tage … also bis zum nächsten Mal im schönen Norden!





